Neuzugang aus Norwegen: Agnar Røykland

Hier wird verhandelt – mit dieser ungemein leckeren Elch-Wurst und dick geschnittenen Scheiben von Roggenbrot. Kekese und Kaffee? Fehlanzeige. Deutsche Meetings sind echt anders.
Es regnet furchtbar und stürmt heftig im Süden Norwegens. Wer in dieser Nacht in Stavanger nicht unbedingt das Haus verlassen muss, bleibt gemütlich daheim. Immer und immer wieder hören die Menschen die Sirenen. Umgerissene Bäume, Dachziegeln, die dem Sturm nicht standhalten konnten. Dann kommt es zu einem Zusammenstoß zweier großer schwerer Wagen. An einer vollkommen leeren nächtlichen Kreuzung. Die Ampel ist schon vor Stunden ausgefallen, als es kracht. Und diese beiden Wagen haben unerwartete Fracht an Bord. In dem einen Wagen wird der schwer verletzte Chef der Kriminalpolizei gefunden. Der zweite Wagen hat eine heiklere Fracht: In seinem Kofferraum liegt eine Leiche. Und die muss schon seit Jahrzehnten tot sein …

Mit Stolz dürfen wir verkünden: Wir konnten einen weiteren Autoren aus Norwegen für uns gewinnen. Und das war ein weiter Weg. Zum ersten Mal haben wir uns 2024 getroffen – da war es noch ein Zufall. Dann sind wir im Laufe des Jahres 2025 mehrmals mit Agnar Røykland zusammen gekommen, der gerade einen Vertrag für eine Thriller-Serie in Skandinavien abgeschlossen hat.

Wir werden ihn mit einer Krimi-Serie nach Deutschland bringen, die die klassischen Qualitäten hat, die diese Art der Literatur so groß gemacht haben.

Eine handfeste Polizeiserie, getrieben durch Ermittler mit einer gemeinsamen Geschichte und einem hintergründigen Thema, welches die Reihe zu mehr macht als nur der Summe der einzelnen Bücher.

Die Serie um die Ermittler Ivar Krogh, Maiken Roe und Nora Velten spielt in einem Beziehungskosmos, der drei Polizisten bei Ermittlungen in Stavanger begleitet. Oft getrieben von harten Stadt-Themen, aber auch der Nähe zu großen Wäldern und der Küstenregion Rogaland mit ihren markanten Fjorden. Das Öl und die Erze haben die Städte groß gemacht – aber mit ihm kommen auch die Schattenseiten des wirtschaftlichen Aufschwungs.

Und die beschäftigen die drei Ermittler, die Kollegen noch als die „Fab Four“ kennen.

Warte mal … Vier? Oh ja … Und da waren sie wieder …

Agnar Røykland hat bislang unter zwei Pseudonymen erfolgreich Krimis und Thriller veröffentlicht und hat die Angewohnheit, sich im physischen Sinne selbst auf die Schulter zu klopfen, wenn er stolz erklärt: „Ich kann vom Schreiben leben – und das hätte auch ganz anders ausgehen können.“ Bislang ist er weder im deutschsprachigen raum vertreten, noch im englischsprachigen. Beides wird sich 2027 ändern.

Røyklands Karriere begann als selbst ernannter Automechaniker mit Talent für Fahrzeuge, Restaurierung von Oldtimern und einem geringen Verständnis für Steuern. Um seine Steuerschulden zu begleichen, hat er als Werbetexter, Webdesigner und Überführer von Mietwagen und LKW gearbeitet. Dann eine Zeit lang in einer Nickel-Mine und auf einem Öl-Transportschiff, wo er endlich wieder mit dem Schreiben begonnen hat.

Heute lebt er wechselweise in Stavanger und auf der Insel Sotra bei Bergen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert