An Board: Magnus Lassgard

Weiter geht es mit Skandinaviern, die uns in unserem Kollektiv Gesellschaft leisten werden.

Mit Blick auf die Anthologie, die wir in Arbeit haben, ein guter Fang: Lassgard war bereits mehrfach als Herausgeber tätig.

Zurzeit arbeitet Lassgard mit uns an einer neuen Übersetzung seines „Die Toten der Wälder“, der bei den Kritikern hohes Lob geerntet hat, in der deutschen Übersetzung aber noch Schliff braucht. Wir freuen uns darauf, denn Lassgard ist Schriftsteller im Herzen.

Die Idee zum Krimi-Schreiben kam Magnus Lassgard schon Ende der 90er Jahre, als er beruflich den Polizeibericht schreiben durfte.
Das verschaffte ihm nicht nur tiefe Einblicke in die Polizeiarbeit und den Umgangston bei der Truppe – es schärfte auch seinen Blick für Details, die in Ermittlungen eine Rolle spielen und für Arbeit und Umgangston der Polizisten.

Erst mit Mitte 30 begann er, Kurzgeschichten und Podcasts zu verfassen, die oft mit den beiden Figuren Alva Bergqvist und Majken Lund in den Hauptrollen erschienen. Einige basierten auf realen Kriminalfällen. Er interviewte immer wieder Kriminalpolizisten nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. (Sein Buch hierzu erscheint 2021)
Schließlich gründete Magnus Lassgard ein panskandinavisches Autorenkollektiv für Kurzgeschichten, verlagerte sich dann aber selbst auf immer komplexere Geschichten, die er unter verschiedenen Namen publizierte.

1977 in der Nähe von Västerås geboren, verbrachte Lassgard die ersten Jahre seines Lebens auf Åland, lebte dann in Warschau, Stockholm, Saarbrücken und Utrecht, bevor er der Liebe wegen zurück nach Åland ging. Heute lebt er wechselweise in Deutschland und Schweden.
Er hat noch nie Tuborg Bier getrunken.

Titel bilden

Die Toten einer Nacht

Manch Ding will Weile haben – andere Stärken und Schwächen offenbart der Wettkampf. Die Toten einer Nacht von Håkan Sandtstedt und Kristina Palme hatte zwei alternative Titelbilder während seiner Entstehung. Erschienen ist es in Deutschland mit dem schwarzweiß gehaltenen Bild. Parallel jedoch haben die beiden ihre Social Media Accounts bemüht und noch einmal Leser befragt, von denen die meisten das alternative Fjord-Cover unterm Strich lieber mögen.

Das erste stellt das Falun-Haus in den Vordergrund, das zweite spielt mehr mit dem Element des Anstriches. in der Realfotografie als Element unter den Namen der Autoren. Die Idee war hier, dass das ein Element der Serie wird, zu der gerade Band 2 und 3 entstehen.

Uns gefallen ehrlich gesagt beide ziemlich gut und beide passen sehr zu dem Buch der beiden. 

Welches ist euer Favorit?

 

Weitere Autorin gewonnen

Mit Freude können wir mitteilen, dass unsere „Ernte“ weiter voranschreitet.

Im Genossenschaftlichen Sinne zu uns gestoßen sind zwei weitere Autoren.

Die erste von ihnen ist die Norwegerin Tuva Jakobsen wird sich uns anschließen und taucht in den Rahmen derer ein, die gemeinsam unter unseren Dach einen Anthologie skandinavischer Krimis verfassen.

Bevor Tuva Jakobsen mit dem Schreiben von Krimis begonnen hat, war sie einige Jahre Polizistin. Nach Jahren in Grönland auf „dem Job, den nicht mal Grönländer im Rausch der Mitternachtssonne machen wollten“, ist Tuva Jakobsen schließlich wieder zurückgekehrt und lebt nun seit einigen Jahren schreibend zwischen Trondheim und Östersund, sofern ihre Familie sie lässt.

Tuva Jakobsen hält Fräulein Smilla für brutal fehlerhaft und die Verfilmung für unangemessen besetzt.

Neu: Die Toten einer Nacht

Top 100 in der Amazon-Rubrik Detektivinnen – und das zwei Tage nach Erscheinen!

Nicht schlecht, oder?

Wir freuen uns mit unseren beiden Autoren Kristina Palme und Håkan Sandtstedt.

Das Buch

Mehrere Jugendliche verschwinden innerhalb weniger Tage in dem kleinen schwedischen Forsdalen, in dem das klassische schwedische Falun-Rot hergestellt wird. Einer der jugendlichen wir tot in einem Bach im Nachbardorf gefunden, eine andere taucht in einem nahegelegenen Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern.
Einige jedoch kehren nicht zurück und geben ein Rätsel auf, das die Polizei jahrelang beschäftigen soll.

Die Toten einer Nacht“ liefert dabei einen ebenso tiefen Einblick in die Psyche der Täter wie in die Welt einer komplexen Ermittlung, die eine viel zu junge Kommissarin führen muss.

Die Toten einer Nacht

Es entwickelt sich ein komplexes Katz- und Maus-Spiel der Extraklasse, bei dem menschliche Unzulänglichkeiten ebenso zutage treten wie Motive aus der Vergangenheit. Langsam schält sich ein Fall aus dem Dunkel, der so viele Interpretationsmöglichkeiten bietet. Das Team irrt in der Ermittlung umher. Wenn der Bruder eines Verdächtigen die Mordkommission leitet – wie ist dann eigentlich ermittelt worden? Werden wirklich die Bösen gejagt? Und kann sich die junge Jägerin davor schützen, nicht auch Gejagte zu sein?

Die Autoren

Håkan Sandstedt war Leiter einer Lokalredaktion, bevor er Kristina Palme traf. Kristina Palme arbeitete zu dieser Zeit als Lehrerin und Schulpsychologin. Sie rief die Theater-Gruppe an ihrer Schule ins Leben, für die sie rund zehn Stücke verfasste, bevor Håkan Sandstedt ihr eine Zusammenarbeit vorschlug.
Sandstedt hatte als Journalist mehrere Jahre den Polizeibericht verfasst und immer wieder lange Interviews mit ehemaligen Kriminalbeamten geführt, die die Arbeit des Autorenduos prägen sollten. Nach Krimis unter einem gemeinsamen Pseudonym und diversen TV-Scripts entschieden die beiden, ihrer Jobs aufzugeben und sich vollumfänglich dem Schreiben zu widmen. Beide sind assoziierte Mitglieder des Autoren-Kollektivs. Keiner der beiden mag Weißwein.

Hier und jetzt!

Autoren-Freundschaften – gibt es die?

Wir sagen: Ja. Manche Autoren waren so eng, man könnte meinen, es sei eine Person. Denken wir nur einmal an Sjöwahll und Wahlhöö oder B. C. Schiller. Das sind die extremen Beispiele – aber die Geschichte ist voll davon.

Wie eine Person auftreten – das wollen wir auch. Eine Heimat sein für ein paar solche, die alleine arbeiten, ohne die immer noch beeindruckende Maschinerie eines Verlages im Hintergrund. Die macht natürlich vieles leichter – aber die ist an einigen Stellen eben auch das: Eine Maschinerie, die stampft und Lärm macht und qualmt…

Wir wollen es mit etwas weniger Rauch probieren – mal schauen, ob uns das gelingt.

We’re the willing.